Vor allem die Nebenkosten sollten Sie im Auge behalten, denn der beworbene Effektivzins ist bei weitem nicht der einzige Bemessungsfaktor, so gibt es eine ganze Reihe von versteckten Nebenkosten, die zumeist nicht dem Effektivzins zugerechnet werden.
Sie können sich zwar immer noch am Effektivzins orientieren, aber nur nach einer vollständigen Kalkulation kann man wirklich die angebotenen Immobilienkredit miteinander vergleichen. Am besten lassen Sie sich den letztendlich real anfallenden Kreditzins direkt in der Bank ausrechnen.
Immerhin sind Immobilienkredite nicht irgendein normaler Haushaltskredit, sondern ein Kredit mit zumeist hoher Summe und langer Laufzeit. Da sollte man schon ein wenig aufpassen, an wen man sich vertraglich bindet! Lieber ein wenig länger stöbern, als hinterher das Nachsehen haben!
Die Bearbeitungsgebühren alleine können schon mal gut und gerne 2 Prozent der Kreditsumme ausmachen. Und wenn ein Kreditinstitut keine Bearbeitungsgebühr verlangt, dann haben diese diese 2 Prozent bestimmt unter einem anderem Nebenkosten Punkt versteckt.
Die Schätzkosten (für die Ermittlung des Beleihungswertes) betragen für gewöhnlich rund 1 bis 2 Prozent der letztendlichen Darlehenssumme.
Sofern Sie das Geld nicht sofort benötigen, was auch im seltensten Fall aller Fälle notwendig ist (da der Bau eines Hauses ja zumeist in mehreren Abschnitten erfolgt) können ebenfalls zusätzliche Kosten auf sie zukommen - in Form von Gebühren für die jeweiligen Teilzahlungen.
Die Kreditsumme wird also in mehreren Tranchen hintereinander abgerufen. Für die jeweils "ruhenden" Beträge (die ja solange bei der Bank verbleiben) muss der Kreditnehmer nicht die volle Darlehenssumme bezahlen, dennoch verlangen die Banken des öfteren sogenannte Bauleitzinsen.
Teilweise werden sogar noch Zuschläge für die geleisteten Teilzahlungen verlangt.
Wenn Sie also einen Immobilienkredit aufnehmen wollen sollten Sie vorher genau die jeweiligen Angebote vergleichen!